Kleinschnittgerwerke GmbH 
   Arnsberg in Westfalen (Germany)
 
  Paul Kleinschnittger entwickelte und baute in der Nachkriegszeit einen türlosen Kleinst-Roadster, den Kleinschnittger F 125. In seinem 50-Mann Betrieb in Arnsberg i.W. entstanden zwischen 1950 und 1957 insgesamt 2980 Fahrzeuge zum Preis von 2375.- DM (1953). Der Komfort war auf das Nötigste beschränkt - 2 Sitze, ein Regendach, ein 125 ccm Motorradmotor vor der Vorderachse - ein Regenschirm auf Rädern. Anlasser, elektr. Scheibenwischer, Heizung - Fehlanzeige. Der F 125 war mit seiner Alu-Karosserie 125 kg leicht. Warum also einen Rückwärtsgang, wenn man das Auto auch herumheben kann ? 
Der F 125 war anspruchslos, 70 km schnell und als Roadster der Traum des kleinen Mannes. 
Motorsportliche Erfolge unterstreichen die Straßenlage und die Vorteile des Frontantriebs des kleinen Wagens. 
1957 mußte die Produktion eingestellt werden, der F 125 war nicht mehr zeitgemäß und die Serienproduktion des bereits entwickelten Nachfolgemodells scheiterte an der Kapitalausstattung. Der Konkurs war unausweichlich. Es gelang Paul Kleinschnittger aber die vorhandenen Ersatzteile aus der Konkursmasse zu erwerben und so die Ersatzteilversorgung sicherzustellen. 
Bis zu seinem Tod  kümmerte sich Paul Kleinschnittger um "seine" Autos und er war gern gesehener Gast bei den Kleinwagen- Treffen im Kleinwagen-Museum in Bockenem-Störy.

Dies ist nur eine kurze Übersicht. Mehr Informationen bietet ein ausgezeichnetes Buch zur Kleinschnittger Firmengeschichte mit vielen interessanten Informationen. Erschienen 1999  im Bodensteiner Verlag;  " Kleinschnittger - Wirtschaftswunder im Kleinformat"; Autoren : Otto Künnecke und Andy Schwietzer, ISBN 3-9806631-0-8